Hier und Jetzt im Alltag

Unsere Tage sind gefüllt mit Aktivitäten und Plänen. Tagsüber agieren wir oft mechanisch. Unsere Aufmerksamkeit wird erst gefordert, wenn wir etwas neues Interessantes tun oder kreativ werden (müssen). Wenn wir wirklich bewusst sind, dann existiert für uns nur das Hier und Jetzt. Diese Bewusstseinshaltung hat tiefe innere Stille. Wie kommen wir da hin? Tatsache ist, dass wir diese Zustände schon oft erfahren haben, wenn es fließt und wie von allein diese innere Bewegung entsteht, durch die das Reine Bewusstsein hindurchschimmert, vielleicht durch eine Idee, eine Eingebung oder  eine spontane zeitlose Stille, in der alles um uns herum irgendwie unwirklich erscheint, alles anhält oder sich verlangsamt… Verschwimmen wir im normalen Tagesbewusstsein, wandert unser Geist zwischen Vergangenheit, Zukunft und sozialen Programmen hin und her. Werden wir uns jedoch dieser zauberhaften zeitlosen Momente innerer Stille bewusst, vergehen dort  Vergangenheit und Zukunft. Die Magie des Augenblicks, die Präsenz im Jetzt hat Raum. Was auch immer unser Blick in diesem Moment festhält, vielleicht ein Bild, eine Landschaft, Musik oder Kunst ist der Trigger, der unser Tagesbewusstsein ins Jetzt und Hier abholt. Wir können uns entfalten in dieser friedvollen Stille. Der Gedankenstrom um Ego und persönliche Geschichte versiegt, Dinge, mit denen wir uns identifizieren, treten vollständig in den Hintergrund. Nur das Reine Bewusstsein bleibt. Mit den Gedanken verschwinden Konflikte und Leiden für diesen Augenblick und wir treten heraus aus unserem psychischen Zeit-Raum-Gefüge ohne eine neue Identität für die Zukunft zu entwerfen. Wenn wir wirklich bewusst sind, sind wir immer im Hier und Jetzt, nur die Präsenz des Augenblickes existiert für uns. Die Welt ist lebendig und pulsierend und wir stellen voller Freude fest, wie wundervoll es ist, zu leben. Wir sind lebendig im Augenblick. Diese Momente sind kurz, weil unser Verstand uns gerne zurückzieht in den Tag, in Erinnerungen und Pläne. Wir können die Momente Reinen Bewusstseins länger halten, wenn wir üben, den uns innewohnenden Inneren Beobachter einzuschalten, so dass Abstand zwischen die Identifikation mit Gedanken und Verstand kommen kann. Das wirkliche Selbst ist jenseits der Gedanken und des Verstandes, jenseits jeden sozialen Programms. Durch diesen Abstand zwischen Beobachter und Gedanken, Verstand und sozialem Programm kann dann das Wirkliche Selbst tiefer in das Erdenleben eintreten. Das Gefühl des tiefen Einsinkens der Eigenen Essenz Reinen Bewusstseins ist mit Worten fast nicht zu beschreiben. Vielleicht so: Wir vereinigen uns mit unserer Wahren Essenz Reinen Bewusstseins und nehmen die Schöpfung als Teil der Göttlichen Einheit war. Übrig bleibt ein „Ja, es ist“, jenseits jeden Konzeptes, jeder Idee, jeden Planes. Ohne Bewertung oder Gewichtung, klare Neutralität. Stille.   Angelika