Die dreizehnte Fee

Kennen Sie das Gesetz der Anziehung? Jenes kosmische Gesetz, dass uns immer das in unser Leben bringt, was wir selbst gerade ausstrahlen? Bei den wundervollen, freudigen, überraschenden, herzlichen Dingen sagen wir gerne „JA!“, na klar, das hab ich auch so angezogen, das habe ich kreiert. Was geschieht jedoch mit den anderen Umständen? Der Enge, der Herzlosigkeit, dem Mangel an verschiedenen Stellen unseres Daseins? Können wir da auch voller Gelassenheit sagen: „Das habe ich mir kreiert!“? Die gute Nachricht ist: Wir haben! Ja, auch wenn jetzt ein tiefer Seufzer Ihrer Brust entspringt. Das Gesetz der Anziehung kann keine Ausnahmen machen, es ist ein physikalisches Prinzip. Und Physik ist Physik. Nun kreieren wir „Spiris“ natürlich am liebsten in sehr hohen Schwingungen, mit viel Liebe und Licht, und nehmen so an, dass wir das höchste Potential für alle in dieser Situation erlauben. Und selbstverständlich versuchen wir natürlich jeden Umstand zu vermeiden „der unsere Energien wieder ‚runterzieht“. Das Ding jedoch ist, dass die Summe aller unserer Frequenzen erschafft, also lohnt es sich doch auch, die ungeliebten anzuschauen. Es ist ein bischen wie bei Dornröschen, bei deren Tauffeier sich die dreizehnte, die nicht geladene Fee besonders vehement meldet: Ungeladene Emotionen und Umstände melden sich gerade dann, wenn sie am wenigsten erwartet werden. Nun haben wir gerade für diesen Fall, wir sind ja spirituell, mehr oder weniger effektive Vermeidungsstrategien entwickelt, sozusagen psychoemotionale Hyperraumumgehungsstraßen gebaut, die mit Aussagen wie  „Da weiß ich jetzt gar nicht, wo das wieder herkommt, ich muss mich wohl besser fokussieren..“ , „Das sind Fremdenergien…“ , „Das sind Blockaden aus meiner Ahnenreihe…“ oder ähnlichem quittiert werden. Ja, das kann sein, muss aber nicht. Das Einfachste und Schönste in meinen Augen ist an dieser Stelle immer die Eigenverantwortung. Denn es ist eigentlich wirklich einfach: Die dreizehnte Fee möchte eingeladen werden, sie hätte gerne ihren goldenen Teller und ihren eigenen Platz an der Tafel. Also: nicht die Vermeidung sondern die Einladung ist hier das Gebot der Situation. Das braucht ein Mut, vielleicht auch Begleitung.  Unglücklicherweise hilft es nicht, emotionale Schmerzen zu ignorieren oder zu vermeiden, so können wir sie nicht erkennen, integrieren und auflösen. Wir können immer  „bessere“ Gedanken oder Gefühle in unseren Fokus nehmen, das schlichte Gesetz der Physik bewirkt jedoch, dass unsere Frequenz als Ganzes schöpferisch wirkt. Also kommen wir nicht umhin, uns die ganze Sache anzuschauen und Frieden mit ihr zu machen, indem wir sie erlauben, sie einfach sein lassen, mit einem inneren JA, uns unsere Menschlichkeit erlauben, uns annehmen, in all unserer „Unzulänglichkeit“ des Augenblicks, ohne Konzepte, Scham oder Schuld. In Momenten dieser totalen Akzeptanz erleben wir ein Gefühl von Weichheit, von einer inneren Welle, die uns jedesmal ein Stückchen näher zu uns selbst trägt. Also: Wenn die Ablehnung, die Kontraktion, die Härte, der Schmerz, die Wut kommt, die dreizehnte Fee durch das Fenster hereinfliegt: Ja! Komm herein, setz Dich an meine Tafel, hier ist Dein goldener Teller, iss, trink, Du gehörst dazu, sei umarmt, lass mich Dich erkennen, Dich verstehen, sei mit mir! Diese totale Akzeptanz in voller Verantwortung für alles, was uns  ausmacht, wird unseren Schmerz transformieren und uns im gegebenen Augenblick unsere Kraft zurückgeben. Angelika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*
Website